Lederscheide

Lederscheide


Schritt für Schritt

Grundmaterial für diese Lederscheide ist ein Stück pflanzlich gegerbtes Leder ca. 20 x 30 cm, mit einer Dicke von ca. 2.5 mm. Ich habe keinen Klingenschutz eingearbeitet.

Vorbereiten des Leders:

  • Da das Leder vor dem Bearbeiten in Wasser eingelegt wird, muss das Messer vor Nässe geschützt werden. Dies geht am besten indem man es in eine Plastik (Haushalt) Folie einwickelt.
  • Nun wird abgemessen, wie das Leder zugeschnitten werden muss. Traditionellerweise verläuft die Naht bei der Nordischen Lederscheide seitlich und nicht entlang der unteren Seite des Messers.
  • Auch darf nicht vergessen werden, genügend Reserve für eine Gürtelschlaufe oder ähnliches einzurechnen.

  • Das Leder wird auf die benötigte Breite zugeschnitten – natürlich am besten mit einem Puukko….
  • Für einen etwas stabileren Rand, kann das Leder entweder gefalzt, oder wie hier mit einem Streifen (aus etwas dünnerem Leder) verstärkt werden.

  • Das Lederstück wird nun für ca. 10 min. (oder länger – je nach Dicke) in lauwarmes Wasser eingelegt. Achtung, nicht zu heiss, sonst verändert sich die Struktur zu sehr und es kann brüchig werden!
  • Nun wird das Leder wie gewünscht um das Messer gelegt und mit kleinen Federzwingen zusammengehalten.

Das Nähen:

  • Ich nähe mit Doppelnadeln d.h. Ich schneide mir ein Stück gewachstes Leinengarn in ca 3-facher Länge des Messers ab und fädle an beiden Enden eine Ledernadel ein
  • Mit der Ahle steche ich ein erstes Loch. Da ich im oberen Bereich 4-Lagen Leder habe, kann dies ein wenig mühsam sein und man muss meistens  je von rechts und links stechen (bei dickerem Leder sowieso).

Achtung: Das Stechen mit der Ahle birgt ein erhebliches Verletzungsrisiko – vor allem bei dickerem Leder. Entsprechende Vorsicht ist hier angebracht.

  • Nun wird eine Nadel von rechts und eine Nadel von links durch das Loch geschoben.
  • Bei diesem Vorgang gibt es zwei Arbeitsmöglichkeiten. Das einfache Nähen oder das Nähen mit einer Schlaufe/Knoten. Letzteres gibt eine stabilere Naht und wird hier beschrieben.
  • Bei dieser Methode arbeite ich immer gleich d.h. die rechte Nadel wird von mir weg (oben) und die linke Nadel zu mir hin (unten) bis ca. zur Hälfte durch das Loch geschoben. Dann wird der linke Faden nach oben über die von rechts kommende Nadel und der rechte Faden nach unten über die von Links kommende Nadel gelegt. So werden Nadel und Garn durchgezogen und es bildet sich die besagte Schlaufe, die nun mässig festgezogen wird.

  • Beim allerersten Loch verstärke ich die Naht indem ich mit nur einer Nadel einen zusätzliche Faden lege.
  • Danach geht es wie beschrieben mit Ahle und Nadeln weiter.
  • Es ist darauf zu achten, dass nicht zu satt am Messer genäht wird. Wenn das Leder trocknet, zieht es sich zusammen und wird härter. Dies muss berücksichtigt werden um zu vermeiden, dass das Messer im Leder „fest sitzt“……
  • Am Ende der Klinge (ich gehe immer eine Stichlänge darüber hinaus) wird eine kleine Öffnung belassen.
  • Zum Vernähen gehe ich jeweils einen Stich zurück aber nur bis in die Mitte, klappe das Leder auf und verknüpfe dort beide Fäden mit einem 3-fach Knoten.
  • Damit das Messer an einem Gürtel befestigt werden kann, habe ich mich hier für einen Schlitz entschieden, durch den ich ein Band oder eine Kordel ziehen kann. Es kann auch ein Metallring oder anderes eingearbeitet werden. Damit alles schön zusammenhält und abgerundet wird, setze ich nochmals mit der selben Technik eine Naht in gewünschter Form und Länge.

  • Wenn alles fertig genäht ist, wird das überschüssige Leder weggeschnitten und die Lederscheide erhält damit ihre fertige Form.
  • Nachdem das Leder über Nacht bei Raumtemperatur getrocknet hat, wird es mit einem Lederfett eingefettet. Ich verwende dazu „Juchtenglanz“ oder ein farbloses Lederfett für Bergschuhe o.ä.

Achtung: das Messer bleibt in der Scheide bis das Leder trocken ist.

Zum Schluss:

Der Gestaltung der Gürtelschlaufe sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Eine speziell geflochtene Kordel, ein simples oder verziertes Lederband, ein farbig gewobenes Band etc. etc. – es muss einfach halten….



Kuikka 70

Kuikka 70


Schritt für Schritt

Die ersten Schritte sind eigentlich bei jedem Messer dieselben.

  • Zu erst braucht es eine Idee
  • Dann die Wahl der entsprechenden Materialien
  • Anpassen und korrektes aufsetzen der Passung auf die Klinge
  • Zuschneiden und Bohren der folgenden Teile, passend auf die Angel
  • Verleimen und trocknen lassen

Diese Schritte sind ausführlich beim Yakut Messer hier beschrieben.

  • Bei diesem kleinen Alltagsmesser habe ich ein Stück Rentierhorn für die Gestaltung des Griffs ausgesucht. Auch wollte ich einen Schritt weitergehen und versuchen mit Hilfe des Dremels, dem Griff ein Muster zu geben – so quasi einen „ Anti-Rutsch Bereich“ nahe der Klinge zu schaffen.
  • Für den Knauf wird die traditionelle Maserbirke verwendet.
  • Als 1. Spacer habe ich wiederum 1mm Kork aufgesetzt

  • Für den 2. Spacer zwischen Rentierhorn und Maserbirke habe ich Leder verwendet
  • Alle Teile wurden verleimt und der 2-Komponenten Kleber konnte diesmal gute 24 Std. trocknen.
  • Am Bandschleifer und anschliessend mit dem Dremel, habe ich dem Griff die Grundform gegeben.

Natürlich passieren mir ab und zu Fehler aus denen ich immer wieder lerne…..
Die Maserbirke hätte eigentlich den kompletten Knauf bilden sollen. Ich habe aber versehentlich das ganze Stück durchgebohrt und dummerweise war es auch gleich noch mein letztes Stück Birke…..

In so einem Fall gibt es natürlich verschiedene Lösungen und es kommt darauf an, was einem so zur Verfügung steht.

  • Man könnte das Loch mit Holzpaste füllen oder etwas einsetzen z.B. einen „Knopf mit Fransen“ aus Leder (siehe Gallerie) oder man deckt die Fläche ab z.B. mit einer Endkappe aus Neusilber, Messing oder einem anderen Material.
  • Ich habe das Loch mit einem kleinen Stück Kieferholz abgedeckt.

  • Da poliertes Horn eher etwas rutschig sein kann, wollte ich im nächsten Schritt mit einer Verzierung erreichen, das Messer im vorderen Bereich etwas griffiger zu machen. Also entschloss ich mich, kleine Löcher zu bohren und diese mit Ölfarbe einzufärben.

  • Bevor die Ölfarbe aufgetragen wird, muss die Oberfläche völlig glatt poliert werden. Nur so ist es möglich, überschüssige Farbe mit einem feuchten Tuch abzuwischen ohne dass sich das Horn an der Oberfläche verfärbt.
  • Nachdem die Farbe trocken ist, wird alles nochmals fein poliert und zum Schluss eingeölt.

Eine Bemerkung zum Schluss:
Horn ist ein lebendiges Material, Elchhorn ist härter als Rentierhorn und somit auch etwas schwieriger zum Bearbeiten. Aber auch Rentierhorn kann, innerhalb des selben Stücks, sehr unterschiedlich in seiner Härte sein und es ist deshalb wichtig gut geschliffenes Werkzeug zur Hand zu haben.



Yakutian125

Yakutian 125


Schritt für Schritt

  • Ich überlege mir wie ich den Griff, passend zur Klinge, gestalten möchte
  • Dann stelle ich die entsprechenden Materialien zusammen. Ich nehme jeweils eine 2. Passung als Reserve mit in die Werkstatt, falls beim Anpassen etwas schief geht. Eigentlich sind drei Formen erhältlich: Passung mit geradem Schlitz, Passung mit V-Schlitz und Passung mit V-Schlitz und Fingerschutz. Die letztere ist nach unten hin etwas verlängert.

  • Jetzt wird die Passung mit einer Schlüsselfeile der Klinge angepasst. Auf dem Foto habe ich die Passung in den Schraubstock geklemmt. Um das Material beim einklemmen nicht zu beschädigen, verwende ich immer 2 Sperrholzplatten quasi als „Polster“.

  • Für die letzten paar Millimeter verwende ich anstelle der Schlüsselfeile ein kleines Metallrohr und Hammer, mit dessen Hilfe ich die Passung vorsichtig bis zum Klingenansatz schlage. Damit kann ich verhindern, dass der Spalt zwischen Passung und Klinge zu gross wird. Vor allem auch, wenn wie bei diesem Messer, die Klinge oben und unten etwas versetzt ist. Ab jetzt bleibt die Passung für alle weiteren Schritte auf der Angel und alle weiteren Teile werden nummeriert
  • Mein 1. Spacer ist diesmal ein Stück 2 mm Kork um allfällige Unebenheiten auszugleichen. Dieser Spacer ist für die Optik des Griffs nicht relevant. Ich schneide ein rechteckiges Stück mit der Schere zu, welches in etwa gleich gross wie das nächst folgende Teil ist und setze den Schlitz mit Hilfe eines Japanmessers oder Puukkos so, dass die Passung sicher schön ein gemittet ist.

  • Als nächstes wähle ein Stück Karelische Maserbirke. Damit ich weiss, wo ich bohren muss, wird das Messer so auf das Holzstück gelegt, dass die Passung schön ein gemittet ist. Danach zeichne ich die Angel nach und halte sofort auch fest, welche Seite unten und vorne (der Klinge zugewendet ist) damit später beim Verleimen das Teil richtig aufgesetzt wird. Die beiden Linien ziehe ich nach vorne „um die Ecke“ damit ich später weiss wie ich die Bohrung platzieren muss.
  • Mein 2. Spacer sind 2 Stück Leder à je 1 mm auch diese werden mit Schere und Messer so zugeschnitten, dass sie der Grösse der Maserbirke entsprechen

  • Für den letzten Teil des Griffs inkl. Knauf habe ich ein Stück Essigbaum ausgewählt. Dieses muss aber noch zugeschnitten werden. Für diesen Schritt kann ich eine Bandsäge brauchen. Dummerweise, steht mir aber nur ein Metallsägeblatt zur Verfügung d.h. das Holz wird beim sägen ziemlich heiss und da Essigbaum ein Hartholz ist muss ich das schön langsam mit kleinen Pausen machen und das Sägeblatt immer wieder etwas reinigen. Auf dem Foto sind die „Brandwunden“ gut sichtbar. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das aber nicht so schlimm, da das Holz ja bei der Formgebung des Griffs nochmals geraspelt resp. geschliffen wird.
  • Auch hier wird wieder seitlich angezeichnet wie die Angel verläuft und dann die Linie um die Ecke gezogen damit am richtigen Ort gebohrt wird. Wichtig ist hier, dass ich klar bezeichne wo das Ende der Angel liegt damit ich später weiss wie und ab wo ich den Knauf gestalten kann. Auch kann ich so gut messen, wie tief die Bohrlöcher sein müssen.

  • Für die nächsten Schritte habe ich eine Vertikal Bohrmaschine zur Verfügung – natürlich geht das alles auch mit einer Handbohrmaschine und ist manchmal sogar von Vorteil, wenn z.B. je nach Form der Angel, leicht schräg gebohrt werden muss. Hier verwende ich meine eigenen Holzbohrer, die sich durch ihre Spitze von anderen Bohrern unterscheiden.
    Je nach Breite der Angel, braucht es 2-3 Bohrlöcher und wenn der Bohrer zwischen den Löchern abrutscht, muss von Hand mit einer kleinen Holzraspel oder Feile nachgeraspelt werden. Auf diesen Fotos ist gut zu sehen, weshalb ich die Linien beim Anzeichnen „um die Ecke“ ziehe. Ich habe so auf der Vorderseite die Breite der Angel und kann die Bohrung entsprechend in der Mitte platzieren.

  • Nun wird alles nochmals der Reihe nach zusammengesetzt und kontrolliert, bevor das Messer zum verleimen des Griffs eingespannt wird.

  • Zum Verleimen habe ich einen Schraubstock Marke Eigenbau den unser Schweisser in der Werkstatt für mich gemacht hat. Vorteil: ich kann, wie bei diesem Messer, auch schräg Druck geben.
  • Jetzt wird Teil für Teil mit einem 2-Komponenten Kleber verleimt. Ich nehme Araldite Classic und lasse das Ganze min. 24 Std – noch besser 48 Std. aushärten. Der Vorteil eines langsam härtenden Klebers gegenüber eines „Rapid Klebers“ ist, dass ich genügend Zeit habe , falls ich korrigieren muss.

  • Nachdem der Kleber über’s Wochenende ausgehärtet ist, geht es an die eigentlich wichtigste Arbeit – das Formen des Griffs. Dies kann von Hand mit diversen Raspeln und Feilen gemacht werden. Ich habe Zugang zu einer Bandschleifmaschine, was natürlich enorm Zeit spart.
  • Am etwas gröberen Schleifband habe ich dem Griff die Grundform gegeben. Für die Gestaltung der Einbuchtungen habe ich den Dremel mit der kleinen Schleifrolle verwendet.
  • Wenn der Griff gut in der Hand liegt, wird alles von Hand feingeschliffen und zum Schluss eingeölt – in diesem Fall mit Johnson’s Baby Öl.



Jakutien

Jakutien  (Sacha)


Jakutien liegt im Nord-Osten des Asiatischen Teils von Russland. Die Republik bedeckt ca. einen Fünftel des ganzen Russischen Territoriums und ist somit die grösste innerhalb der Russischen Föderation.
Die Region ist von Permafrostboden bedeckt und die Temperaturen reichen von +40°C im Sommer bis -50°C im Winter. Die tiefste gemessene Temperatur beträgt minus 71.2°C. Kein Wunder liegt Jakutiens Bevölkerungsdichte bei gerade einmal 0.3 Einwohner/Km2.
Jakutien ist ein Land mit dichter Taiga und riesigen Tundrazonen, Hunderttausenden von großen und kleinen Flüssen und Seen, rauen Gebirgszügen und eisarktischen Regionen, urzeitlicher Natur. Früher lebten die Jakuten vor allem von Jagd und Fischerei und so alt wie ihre Tradition ist auch das Jakutische Messer mit seiner ganz eigenen asymmetrischen Klingenform.
Heute werden in Jakutien vor allem Bodenschätze abgebaut.

(Quelle: North-Eastern Federal University, Yakutsk)



Projekte

neue Projekte


Yakutian 125   –   Schmied: Andrey Shishliannikov (SH-Andrey), Russia

Bei diesem Messer werde ich „über die Hecke fressen“ wie man bei uns zu sagen pflegt, wenn jemand einer Sache untreu ist….. doch auch Jakutien liegt im hohen Norden, weit weg von Finnland – beinahe auf der anderen Seite des Globus im Asiatischen Teil Russlands. Das Jakutmesser hat eine Jahrhundert alte Tradition und zeichnet sich durch seine asymmetrisch geformte Klinge mit den einseitigen Vertiefungen aus. Das Indigene Volk der Jakuten lebte früher vor allem von Jagd und Fischerei, vereinzelt auch von Pferde- und Rentierzucht und dort ist auch die hauptsächliche Verwendung des Jakutmessers zu finden.

mehr über Jakutien


Kuikka 70 – ein kleines handliches Alltagsmesser

Ich bin mir noch nicht sicher, welche Materialien ich verwenden werde.
Ich habe noch ein kleines Stück Essigbaum. Dieses Holz hat eine schöne Struktur und ist von Natur aus dunkel. Allerdings ist es auch sehr hart und man muss aufpassen, dass es sich beim Schleifen nicht erhitzt und verfärbt. Der Essigbaum war lange Zeit als Ziergehölz in Gärten und Parks beliebt. Heute gilt er in der Schweiz als „invasiver Neophyt“ und ist verboten. Die einzige Möglichkeit, sich ein Stück von diesem Holz zu ergattern ist, wenn ein Exemplar entfernt und vernichtet wird.


Lederscheide von Hand genäht



Norden

Land der Nordischen Messer


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Puukkos

Meine Puukkos


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Werkzeug

Werkzeug


Für den Griff:

  • Klingenschutz aus Polyestergarn und Klebeband
  • Schlüsselfeilen Satz
  • Bohrmaschine mit Holz- und Metallbohrer
  • Feinsäge oder PUK Säge (für Holz und Horn)
  • Metallsäge oder Trennscheibe (zum Kürzen der Angel)
  • 2 Komponenten Kleber z.B. Araldit
  • Schraubzwinge oder selbstgebautes Spannwerkzeug
  • Holzraspel und Holzfeile
  • Schleifpapier
  • Leinöl – ich benutze ganz simples Babyöl (z.B. von Johnson’s)

Der Dremel mit seinem vielseitigen Zubehör ist ein fantastischer Helfer!

Für die Messerscheide:

  • Sattlernadeln 2 Stk. (plus Reserve)
  • Stechahle
  • Leinengarn gewachst
  • Federzwingen
  • Haushaltfolie
  • Juchtenglanz oder Lederfett

Mein erstes Puukko habe ich ausschliesslich mit Handwerkzeug gefertigt. Dabei ist natürlich nicht alles so gelungen, wie ich es mir gewünscht hätte….
Inzwischen habe ich die Möglichkeit eine Bandsäge, eine Vertikalbohrmaschine und eine Bandschleifmaschine als willkommene Hilfsmittel zu nutzen.

Shit Happens


Typische Anfängerfehler

Materialien von unterschiedlicher Härte:

Kork und Vulkanfiber als Spacer zwischen Holz oder Horn sind etwas heikler zum Bearbeiten. Wenn Kork als Spacer verwendet wird, darf dieser nicht zu dick sein denn wenn der Griff zum Aushärten nicht korrekt eingespannt wird, kann dies zu einem unschönen Resultat führen (siehe Abbildung) oder er kann beim Schleifen bröckeln. Statt Kork bevorzuge ich persönlich Leder als Spacer. Wichtig ist, dass Materialien von unterschiedlicher Härte an deren Übergang diagonal geschliffen werden.

 

Die Passung sitzt nicht korrekt und rutscht nach hinten:

Gerade bei handgeschmiedeten Messern ist es nicht ganz einfach, der Passung den korrekten Schliff zu geben. Da die Angel zur Klinge hin oft wieder etwas schmaler wird ist es unvermeidlich, dass kleine Zwischenräume entstehen. Es ist deshalb wichtig darauf zu achten , dass sich die Passung (oder was immer das erste Teil ist) beim Einspannen nicht nach oben verschiebt und so eine (zu grosse) Lücke zwischen Klinge und Griff entsteht.

 

Unregelmässiger Druck beim Einspannen:

Als ich zum 1. mal eine Rose als Knauf verwendete, hatte ich versucht alles in einem Arbeitsgang zu verleimen und mit Hilfe eines Keils, beim Einspannen den Druck gleichmässig zu verteilen.
Das hat nicht so gut funktioniert…. Ich finde es einfacher, alle Teile bis auf den Knauf zu verleimen und in einem 2. Arbeitsgang die Rose aufzusetzen.

Materialien unterschiedlicher Härte
Die Passung sitzt nicht korrekt und rutscht nach hinten.


Schmied

"Seppä" - Der Schmied


Seppä Yriö Puronvarsi und Antti Mäkinen

Yriö Puronvarsi, geb.1927 – In seiner Jugend erlernt er die Kunst des Schmiedens, zusammen mit seinen Brüdern, von seinem Onkel.
Er ist der einzige, der später das Handwerk weiterführt. Yriö ist Vater von zwei Söhnen und einer Tochter. Keiner der beiden Söhne hatte jemals ein Interesse, den Familienberuf zu erlernen.
In den 80-er Jahren wurde seine Tochter Ulla die Mutter von Antti Mäkinen, der 2006 seine Schmiedekarriere beginnt.

Seppä Yrjö gab seinem Neffen all sein Wissen und seine Erfahrungen weiter um die Familientradition zu erhalten. Heute, im Alter von fast 90 Jahren schmiedet er nur noch aus Liebe zu seiner Arbeit.

(Quelle: Nordiska Knivar / The Puronvarsi Story by Federico Buldrini)

Seppä Antin Paja aka Antti Kuikka

Antti Kuikka ist einer der „Jungen“ – im 2006 erreicht er den 1. Platz am Finnischen Junioren Schmiede Contest.
Seit 2009 hat er seine eigene Werkstatt in Nuutajärvi, im Süd/Westen Finnlands.

Website von Kuikka